| Der
Medienumbruch von den Analog- zu den Digitalmedien ist bislang ganz
überwiegend mit einer medieninduzierten Überwindung des
geographischen Raumes in Zusammenhang gebracht worden. Diese
medientheoretisch profilierte These vom “Verschwinden des Raumes”
bzw. vom “Ende der Geografie” (Virilio) gilt es einer kritischen
Revision zu unterziehen, gerade vor dem Hintergrund einer
unübersehbaren Renaissance raumtheoretischer Fragestellungen bzw.
Diskursen der Verräumlichung in beinah allen kultur- und
sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Diese Renaissance hat sogar zu
einer neuen Paradigmenbehauptung geführt: dem sogenannten spatial
turn (Schlögel 2003). |